Pferdewallfahrt am 05. 09. 2009
Aus der Segnungansprache unseres Pfarrers Wolfgang Teichert
"Liebe Reiterinnen und Reiter, liebe Wallfahrer, sie alle kennen sicherlich die Geschichte des Hl Martin, des Offiziers der Garde des römischen Kaisers, geübter Krieger und späteren Bischofs von Tours.
Auf dem Pferd sitzend zieht er jahrzehntelang für seinen Dienstherrn in die Schlachten bis er eines Tages dem Kaiser sein Schwert zurückgibt und es eintauscht in das Schwert des Glaubens und der Nächstenliebe. So wird er der erste uns bekannte Wehrdienstverweigerer. Als Neugetaufter will er nur noch Christus dienen und mit dem Schwert des Glaubens und der Nächstenliebe kämpfen.
Sein Pferd, das Schlachtross, das ihn bisher in den Krieg geführt hat, führt in nun in einen anderen Krieg, den Krieg gegen Armut, Hunger und Not. Und so ist uns eine uns allen bekannte Geschichte überliefert.
Martin reitet mit seinem Pferd durch
die Stadttore von Amiens.
Von einem frierenden Bettler
wird er angehalten.
Martin bringt sein Ross zum Stehen
und teilt seinen Soldatenmantel mit
dem Bettler.
In der Nacht hatte er dann einen Traum: Christus ist ihm mit seinem geteilten
Mantel erschienen und hat ihm gesagt:
Was du dem Bettler getan hast, das hast
du mir getan.
Die kleine Tat der Nächstenliebe des
Martin wird uns überliefert immer mit dem Bild des Pferdes.
Das Pferd, es kann in den Dienst des Bösen und des Guten gestellt werden.
Liebe Reiterinnen und Reiter, nehmen Sie sich den Hl. Martin zum Vorbild und stellen sie sich mit ihren Pferden in den Dienst des Friedens, der Gerechtigkeit und Nächstenliebe. Dann werden ihre Tiere ihnen zum Segen werden."